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Lexikon

Remote Audit

Ein Remote Audit wird ganz oder teilweise mit digitalen Mitteln aus der Ferne durchgeführt, etwa per Videokonferenz und Dateifreigabe.

Stand: Oktober 2026

Der Einsatz hat seit 2020 stark zugenommen. Für akkreditierte Zertifizierungsstellen gibt das IAF-Dokument MD 4 vor, unter welchen Bedingungen Informations- und Kommunikationstechnik für Audits genutzt werden darf. Die Stelle muss das Risiko bewerten, die Eignung der Technik sicherstellen und die Wirksamkeit des Audits sichern.

Geeignet ist die Methode besonders für:

  • Dokumentenprüfungen und Interviews,
  • Standorte, die schwer erreichbar sind,
  • Büroprozesse und Dienstleister,
  • Teile von Überwachungsaudits oder Stufe 1.

Grenzen bestehen dort, wo Begehungen entscheidend sind, etwa in der Fertigung, auf Baustellen oder bei Sicherheitsthemen. Auch bei der TISAX-Prüfung kommen vor-Ort-Elemente je nach Assessment-Level vor.

Praktisch bewähren sich vorab getestete Technik, klare Regeln für Bildschirmfreigabe und Datenschutz, sowie kurze Sitzungsblöcke. Mit Kamerarundgängen lassen sich Anlagen zeigen, ersetzen aber nicht in jedem Fall die eigene Beobachtung.

Die Dauer und Beurteilung folgen dem normalen Auditplan. Der Nachweis, dass Aussagen verlässlich waren, bleibt Aufgabe des Auditors.

Stand

Redaktionell geprüft, Quellen genannt, Stand Oktober 2026. Verbindliche Auskünfte erteilen die DAkkS und die jeweilige Stelle. So arbeiten wir

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