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Art · Prüflabore

Akkreditierte Prüflaboratorien

Ein akkreditiertes Prüflabor führt Untersuchungen an Proben, Werkstoffen oder Produkten nach festgelegten Verfahren durch und dokumentiert die Ergebnisse in Prüfberichten. Die DAkkS bestätigt dafür die Kompetenz nach DIN EN ISO/IEC 17025.

  • 1.996Stellen im Verzeichnis
  • 5.037Registereinträge
  • 820Orte

Ob Trinkwasser, Stahlträger, Spielzeug oder Elektrogerät: Wer wissen will, ob etwas eine Anforderung erfüllt, braucht eine Messung, der man vertrauen kann. Prüflaboratorien liefern diese Ergebnisse. Akkreditiert sind sie, wenn ein unabhängiger Dritter bestätigt hat, dass sie die Verfahren beherrschen und ihre Ergebnisse nachvollziehbar belegen.

Die folgende Übersicht erklärt, was dahintersteckt und wie Sie bei Aufträgen vorgehen. Ein Blick ins Verzeichnis lohnt sich, wenn Sie ein Labor in Ihrer Region für ein bestimmtes Prüfverfahren suchen; erfasst sind derzeit 1.996 Stellen.

Stand: Oktober 2026

Orte mit den meisten Stellen dieser Art

OrtBundeslandStellen
BerlinBerlin90
HamburgHamburg61
MünchenBayern44
KölnNordrhein-Westfalen31
DresdenSachsen28
NürnbergBayern26
LeipzigSachsen24
StuttgartBaden-Württemberg24
BremenBremen24
HannoverNiedersachsen23
Frankfurt am MainHessen22
EssenNordrhein-Westfalen22

Verteilung nach Bundesland

Prüflaboratorien nach BundeslandNordrhein-Westfalen408 StellenBayern330 StellenBaden-Württemberg288 StellenNiedersachsen172 StellenHessen150 StellenSachsen109 StellenBerlin90 StellenSachsen-Anhalt65 StellenRheinland-Pfalz62 StellenHamburg61 StellenBrandenburg52 StellenThüringen49 StellenSchleswig-Holstein44 StellenMecklenburg-Vorpommern43 StellenSaarland33 StellenBremen27 Stellen
Prüflaboratorien nach Bundesland

Was ein Prüflabor leistet

Prüflabore ermitteln Eigenschaften: mechanische Kennwerte, chemische Zusammensetzung, mikrobiologische Belastung, elektromagnetische Verträglichkeit, Schallpegel, Brandverhalten und vieles mehr. Sie arbeiten nach genormten oder selbst validierten Verfahren und halten fest, unter welchen Bedingungen die Messung stattfand.

Das Ergebnis ist der Prüfbericht. Er nennt Probe, Verfahren, Messwerte, Abweichungen vom Verfahren und, wo relevant, die Messunsicherheit. Bewertet das Labor die Werte gegen eine Anforderung, spricht man von einer Konformitätsaussage; dafür müssen Entscheidungsregeln vereinbart sein.

Die Norm: DIN EN ISO/IEC 17025

Die Norm gilt für Prüf- und Kalibrierlabore gleichermaßen. Sie verlangt, dass Labore unparteilich und vertraulich arbeiten, dass Personal, Räume und Geräte geeignet sind, dass Verfahren validiert werden und dass Messergebnisse auf anerkannte Bezugsgrößen zurückgeführt werden können.

Dazu gehören Lenkung von Dokumenten und Aufzeichnungen, ein Umgang mit Risiken und Chancen, interne Audits und Managementbewertung. Wie Labore ihre Ergebnisse absichern, etwa mit Ringversuchen oder Vergleichsmessungen, wird in der Begutachtung geprüft.

Wann Sie ein akkreditiertes Labor brauchen

Viele Vorschriften, Normen und Kundenverträge verlangen Prüfberichte von akkreditierten Laboren, zum Beispiel für den Nachweis von Produkteigenschaften, in der Umweltüberwachung oder bei der Lebensmittelsicherheit. Auch bei Gerichtsverfahren und Schadensfällen wiegt ein Bericht eines akkreditierten Labors schwerer.

Für interne Entwicklungsfragen genügt dagegen häufig ein nicht akkreditiertes Labor oder die eigene Messtechnik. Entscheidend ist, wer den Bericht später lesen wird und ob er Akkreditierung erwartet. Fragen Sie im Zweifel den Empfänger, bevor Sie Proben verschicken.

So wählen Sie ein Labor aus

Der wichtigste Filter ist das Prüfverfahren. Ein Labor ist nicht allgemein, sondern für bestimmte Verfahren und Messbereiche akkreditiert. Benennen Sie in der Anfrage die Norm oder das Verfahren, die Probenart und den gewünschten Bericht. Fragen Sie nach Lieferzeit, Eilzuschlägen und Probenahme, falls das Labor diese übernimmt.

Vergleichen Sie Angebote nach Umfang, nicht nur nach Preis. Klären Sie, ob Unterauftragnehmer eingesetzt werden und ob diese ebenfalls akkreditiert sind. Auch die Aufbewahrung von Rückstellproben und die Form der Berichte, digital oder auf Papier, sollten vorher feststehen.

Akkreditierungsumfang und Urkunde prüfen

Der Umfang steht in der Anlage zur Urkunde. Er listet Prüfgebiete, Verfahren und gegebenenfalls Messbereiche. Manche Labore haben einen flexiblen Geltungsbereich, der bestimmte Anpassungen ohne neuen Antrag erlaubt; auch dann gilt eine Obergrenze, die in der Urkunde beschrieben ist.

Prüfen Sie, ob Ihr Verfahren genau so aufgeführt ist. Ein Bericht über ein Verfahren außerhalb des Umfangs darf das Akkreditierungssymbol nicht tragen oder muss entsprechend gekennzeichnet sein. Die Registriernummern akkreditierter Prüflabore beginnen mit D-PL.

Typische Branchen

Prüflabore arbeiten für Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauwesen, Kunststoff- und Metallverarbeitung, Lebensmittel- und Futtermittelwirtschaft, Umweltschutz, Medizinprodukte, Kosmetik und Spielwaren. Hochschulen, Landesämter und Institute betreiben ebenfalls akkreditierte Labore.

Je nach Branche gelten zusätzliche Regelwerke, etwa für Trinkwasser, Altlasten oder Produktsicherheit. Sie bestimmen, welche Verfahren zulässig sind und welche Zulassungen neben der Akkreditierung nötig werden.

Häufige Fehler bei der Beauftragung

Oft fehlt in der Anfrage das genaue Prüfverfahren, oder die Probenahme ist nicht geklärt. Vereinbaren Sie vorab, ob das Labor eine Konformitätsaussage treffen soll und nach welcher Entscheidungsregel. Legen Sie fest, wie mit Proben nach der Prüfung verfahren wird und in welcher Sprache der Bericht erscheint. Wer Proben selbst entnimmt, sollte Zeitpunkt, Behälter und Lagerung dokumentieren; das Labor kann nur die Probe bewerten, die ankommt.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Prüf- und Kalibrierlabor?

Ein Prüflabor ermittelt Eigenschaften von Proben oder Produkten. Ein Kalibrierlabor vergleicht Messgeräte mit Normalen und stellt Abweichungen fest. Beide arbeiten nach ISO/IEC 17025.

Woran erkenne ich ein akkreditiertes Prüflabor?

An der Akkreditierungsurkunde mit Registriernummer, in der Regel D-PL, und am Eintrag im DAkkS-Register. Das Symbol allein genügt nicht.

Reicht ein Labor mit ISO-9001-Zertifikat?

Nein. ISO 9001 prüft das Managementsystem, nicht die technische Kompetenz für ein Messverfahren. Dafür steht die Akkreditierung nach ISO/IEC 17025.

Was bedeutet Messunsicherheit im Prüfbericht?

Sie gibt an, in welchem Bereich der wahre Wert mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit liegt. Ohne diese Angabe lassen sich Grenzwertentscheidungen nur eingeschränkt treffen.

Kann ich selbst prüfen, ob mein Verfahren akkreditiert ist?

Ja. Öffnen Sie die Anlage zur Urkunde im DAkkS-Register und suchen Sie nach Norm, Verfahren und Messbereich.

Quellen und Stand

Inhalt abgeglichen mit dem DAkkS-Register (Stand Oktober 2026); Audit-Net bewertet keine Stellen und prüft keine Zertifikate. So arbeiten wir

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