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Art · Personen

Akkreditierte Zertifizierungsstellen für Personen

Eine Personenzertifizierungsstelle bestätigt, dass eine Person nach einem festgelegten Programm die erforderliche Kompetenz besitzt, und stellt dafür ein befristetes Zertifikat aus. Die Anforderungen an solche Stellen legt DIN EN ISO/IEC 17024 fest; die DAkkS akkreditiert sie.

  • 47Stellen im Verzeichnis
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Ein Abschlusszeugnis zeigt, dass jemand ein Lernziel erreicht hat. Eine Personenzertifizierung geht darüber hinaus: Sie prüft Kompetenz nach einem definierten Schema, vergibt ein Zertifikat mit Laufzeit und verlangt Nachweise, dass die Fähigkeiten erhalten bleiben. Das ist für Berufe wichtig, in denen Fehler Folgen für Sicherheit, Gesundheit oder Geld haben.

Hier erfahren Sie, wie diese Stellen vorgehen, in welchen Feldern Zertifikate üblich sind, und wie Sie als Einzelperson oder als Arbeitgeber die passende Stelle finden. Die Stellen selbst finden Sie im Verzeichnis, das derzeit 47 Einträge über alle Arten umfasst.

Stand: Oktober 2026

Orte mit den meisten Stellen dieser Art

OrtBundeslandStellen
BerlinBerlin7
BonnNordrhein-Westfalen3
KasselHessen3
KölnNordrhein-Westfalen2
EssenNordrhein-Westfalen2
SaarbrückenSaarland2
KaiserslauternRheinland-Pfalz2
Sankt AugustinNordrhein-Westfalen2
ErkrathNordrhein-Westfalen2
HamburgHamburg1
MünchenBayern1
Frankfurt am MainHessen1

Verteilung nach Bundesland

Zertifizierungsstellen für Personen nach BundeslandNordrhein-Westfalen17 StellenBerlin7 StellenHessen6 StellenRheinland-Pfalz6 StellenBayern3 StellenBaden-Württemberg2 StellenSaarland2 StellenHamburg1 StellenSachsen1 StellenSachsen-Anhalt1 StellenThüringen1 Stellen
Zertifizierungsstellen für Personen nach Bundesland

Was die Stelle prüft und bescheinigt

Die Stelle legt zusammen mit dem Schemaeigner fest, welches Wissen und Können für eine Tätigkeit nötig ist. Bewerber weisen Ausbildung, Berufserfahrung und gegebenenfalls Schulungen nach. Dann folgt eine Prüfung, schriftlich, mündlich, praktisch oder in Kombination. Besteht die Person, entscheidet die Stelle über die Zertifizierung.

Das Zertifikat ist befristet. Zur Verlängerung verlangen Schemata Nachweise über die weitere Berufsausübung oder Weiterbildung, mitunter auch eine erneute Prüfung. Wer gegen die Verhaltensregeln des Schemas verstößt, kann sein Zertifikat verlieren.

Die Norm: DIN EN ISO/IEC 17024

Die Norm beschreibt allgemeine Anforderungen an Stellen, die Personen zertifizieren. Zentrale Punkte sind Unparteilichkeit, die Trennung von Schulung und Prüfung, die Sicherheit und Fairness der Prüfungen, die Verwaltung der Zertifikate und das Beschwerde- und Einspruchsverfahren.

Die Norm gilt nicht für die Ausbildung selbst. Wer Schulungen anbietet, darf die Prüfung nicht so organisieren, dass der Eindruck von Beeinflussung entsteht. Die Schemaanforderungen, also welche Kompetenzen genau verlangt werden, kommen aus dem jeweiligen Programm, etwa einer Norm für zerstörungsfreie Prüfer oder einem Berufsverband.

Wo Personenzertifikate verbreitet sind

Typische Felder sind die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, das Schweißen und die Schweißaufsicht, Sachverständigentätigkeiten, das Projektmanagement, der Datenschutz, die Auditierung und Tätigkeiten in der Qualitätssicherung. In der Industrie ist ein Zertifikat oft Voraussetzung, um bestimmte Prüfungen oder Freigaben durchzuführen.

Auch Qualitätsmanagement-Beauftragte, interne und externe Auditoren erwerben Zertifikate, um ihre Kompetenz Dritten gegenüber zu belegen. Ob für eine Tätigkeit eine Zertifizierung bei einer akkreditierten Stelle verlangt wird, entscheidet die zugrunde liegende Vorschrift oder der Auftraggeber.

Wann die Akkreditierung der Stelle zählt

Ein Zertifikat ohne Akkreditierung kann seriös sein, wird aber nicht überall akzeptiert. Wird es im Rahmen von Gesetzen, technischen Regeln, Ausschreibungen oder Kundenvorgaben verlangt, steht oft ausdrücklich, dass die Stelle akkreditiert sein muss. Arbeitgeber, die Kompetenz belegen müssen, vermeiden damit Rückfragen bei Audits.

Prüfen Sie vor der Anmeldung zur Prüfung, ob die Stelle für genau Ihr Schema akkreditiert ist. Ein allgemeiner Hinweis auf Akkreditierung reicht nicht, denn sie gilt je Programm und Tätigkeitsfeld.

Eine Stelle auswählen

Vergleichen Sie Zulassungsvoraussetzungen, Prüfungsformate, Termine, Gebühren, Gültigkeitsdauer und den Aufwand für die Verlängerung. Fragen Sie, wie viele Termine pro Jahr stattfinden und ob es Prüfungsorte in Ihrer Nähe gibt. Wer berufsbegleitend zertifizieren will, braucht planbare Termine.

Wichtig ist auch die Anerkennung: Wird das Zertifikat von Ihrem Kunden oder in Ihrem Zielland akzeptiert? Fragen Sie bei der Stelle, ob sie in internationalen Abkommen der Akkreditierung eingebunden ist, oder klären Sie es mit dem Empfänger des Zertifikats.

Urkunde und Geltungsbereich

Jede akkreditierte Stelle erhält eine Urkunde mit Anlage. Dort stehen die Schemata, für die sie Personen zertifizieren darf. Gleichen Sie den Namen Ihres Programms mit der Anlage im DAkkS-Register ab. Fehlt er, fragen Sie nach: Möglicherweise läuft eine Akkreditierung erst im Antragsverfahren.

Ihr persönliches Zertifikat sollte Namen, Schema, Ausstellungsdatum, Gültigkeit und die Stelle erkennen lassen. Audit-Net prüft keine einzelnen Zertifikate; Auskünfte dazu erteilt die ausstellende Stelle.

Typische Stolpersteine

Teilnahmebescheinigungen und Zertifikate werden oft verwechselt: Eine Schulung ohne unabhängige Prüfung ist keine Personenzertifizierung. Prüfen Sie außerdem die Verlängerungsfristen, denn ein abgelaufenes Zertifikat verliert seine Wirkung, auch wenn die Kompetenz fortbesteht. Klären Sie vor der Anmeldung, ob Ihr Arbeitgeber oder Kunde genau dieses Schema akzeptiert, und bewahren Sie Nachweise über Berufsausübung und Weiterbildung geordnet auf. So vermeiden Sie Nachreichungen kurz vor dem Ablaufdatum.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Personenzertifizierung und Zeugnis?

Ein Zeugnis bescheinigt den Abschluss einer Ausbildung. Eine Personenzertifizierung weist Kompetenz nach einem Schema nach, ist befristet und wird überwacht.

Wie lange gilt ein Personenzertifikat?

Das legt das Schema fest. Häufig sind es mehrere Jahre mit Nachweisen zur weiteren Berufsausübung.

Dürfen Schulungsanbieter auch prüfen?

Die Norm verlangt, dass Schulung und Prüfung so getrennt sind, dass die Unparteilichkeit gewahrt bleibt. Ein Anbieter kann beides anbieten, wenn die Trennung nachweisbar ist.

Welche Stelle ist für mein Schema zuständig?

Das zeigt der Geltungsbereich im DAkkS-Register. Suchen Sie nach dem Namen des Schemas oder der Norm.

Kann ich ein Zertifikat im Ausland nutzen?

Das hängt von Land und Branche ab. Fragen Sie die Stelle nach internationalen Vereinbarungen und klären Sie die Anerkennung mit dem Empfänger.

Quellen und Stand

Geprüft gegen das öffentliche DAkkS-Register, Datenstand Oktober 2026; maßgeblich ist stets der aktuelle Registereintrag. So arbeiten wir

Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist das DAkkS-Register. Fehler gefunden? Melden Sie sie uns.

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