Lexikon
ISMS (Informationssicherheits-Managementsystem)
Ein ISMS ist ein Managementsystem, mit dem eine Organisation Informationssicherheit systematisch plant, umsetzt, überwacht und verbessert.
Stand: Oktober 2026
Schutzziele sind Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen. Das System regelt dafür Zuständigkeiten, Risikobewertung, Maßnahmen und Kontrollen. Es ist nicht auf IT begrenzt, sondern erfasst auch Papierakten, Gebäude, Personal und Lieferanten.
Die bekannteste Grundlage ist ISO/IEC 27001, aktuell in der Ausgabe von 2022. Die Norm folgt der gleichen Grundstruktur wie die Qualitätsnorm, weshalb Unternehmen ein ISMS gut mit ihrem Qualitätsmanagement verzahnen können. In Deutschland gibt es außerdem den IT-Grundschutz des BSI, nach dem sich eine ISO-27001-Zertifizierung ebenfalls aufbauen lässt.
Der Aufbau umfasst typischerweise:
- Ziele und Geltungsbereich bestimmen,
- Risiken erfassen und bewerten,
- Maßnahmen auswählen und im Statement of Applicability festhalten,
- Mitarbeitende schulen und Vorfälle behandeln,
- intern auditieren und die Managementbewertung durchführen.
Wer in der Automobilkette arbeitet, sieht oft stattdessen oder zusätzlich das TISAX-Label. Auch die EU-Richtlinie NIS2 erhöht den Druck zu geordneter Informationssicherheit, siehe NIS2. Ausführlich: ISO 27001.
Stand
Geprüft gegen das öffentliche DAkkS-Register, Datenstand Oktober 2026; maßgeblich ist stets der aktuelle Registereintrag. So arbeiten wir
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