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Lexikon

Norm

Eine Norm ist ein im Konsens erarbeitetes, öffentlich verfügbares Regelwerk, das Anforderungen, Verfahren oder Eigenschaften einheitlich festlegt.

Stand: Oktober 2026

Normen dienen der Vergleichbarkeit und Kompatibilität. Sie legen fest, wie Dinge gemessen, benannt, gebaut oder organisiert werden. Dass Papier in einheitlichen Größen existiert oder Steckverbindungen passen, ist Normungsarbeit.

Wichtig ist die rechtliche Einordnung: Normen sind keine Gesetze. Sie gelten freiwillig und werden erst verbindlich, wenn

  • ein Gesetz oder eine Verordnung auf sie verweist,
  • ein Vertrag ihre Einhaltung vorschreibt oder
  • sie als Stand der Technik von Gerichten herangezogen werden.

Die Erarbeitung erfolgt in Ausschüssen mit Beteiligung aller Interessengruppen. Jeder Entwurf wird öffentlich zur Stellungnahme ausgelegt (siehe Normentwurf). Je nach Ebene unterscheidet man nationale, europäische und internationale Normen, erarbeitet von DIN, CEN und ISO beziehungsweise IEC.

Bei Managementsystemnormen unterscheidet man Anforderungsnormen, nach denen zertifiziert werden kann, von Leitfäden, die lediglich Empfehlungen geben. ISO 9001 ist eine Anforderungsnorm, ISO 9004 ein Leitfaden.

Normen unterliegen Urheberrechten und müssen in der Regel gekauft werden. Eine Orientierung bietet das Normenverzeichnis von Audit-Net.

Stand

Geprüft gegen das öffentliche DAkkS-Register, Datenstand Oktober 2026; maßgeblich ist stets der aktuelle Registereintrag. So arbeiten wir

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