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Audit-Net

Lexikon

Risikobasiertes Denken

Risikobasiertes Denken bedeutet, Risiken und Chancen bei Planung und Entscheidungen von Anfang an mitzudenken.

Stand: Oktober 2026

Mit der Revision 2015 ersetzte die ISO 9001 die frühere Vorbeugemaßnahme durch diesen Ansatz. Die Norm verlangt nicht, ein förmliches Risikomanagement nach ISO 31000 zu betreiben. Sie erwartet, dass die Organisation bei der Planung ihres Systems Risiken und Chancen bestimmt und angemessen darauf reagiert.

In der Praxis hilft ein einfacher Dreischritt:

  • Mögliche Ereignisse sammeln, die Ziele gefährden oder fördern könnten.
  • Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung grob einschätzen, zum Beispiel in drei Stufen.
  • Maßnahmen für die bedeutsamsten Punkte festlegen und deren Wirkung später bewerten.

Ausgangspunkte sind der Kontext der Organisation und die Erwartungen der interessierten Parteien. Das Maß der Formalisierung darf zur Unternehmensgröße passen; ein Einzelhändler braucht keine Risikomatrix mit Hunderten Zeilen.

Auditoren prüfen, ob Risikobetrachtung erkennbar in Prozessen, Zielen und Entscheidungen wirkt, nicht ob ein Dokument mit dem Titel „Risikoanalyse“ existiert. Vertiefung: Risikobasiertes Denken im Ratgeber.

Stand

Inhalt abgeglichen mit dem DAkkS-Register (Stand Oktober 2026); Audit-Net bewertet keine Stellen und prüft keine Zertifikate. So arbeiten wir

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