Lexikon
Eignungsprüfung (Ringversuch)
Bei einer Eignungsprüfung vergleicht ein Veranstalter die Ergebnisse mehrerer Laboratorien an identischen Proben und bewertet die Leistung jedes Teilnehmers.
Stand: Oktober 2026
Im Alltag spricht man oft von Ringversuch oder Laborvergleich. Ein Veranstalter verteilt gleichartige Proben oder Messobjekte, die Teilnehmer analysieren sie nach ihren Routineverfahren und melden Ergebnisse zurück. Anhand statistischer Kennwerte, etwa eines z-Scores, wird sichtbar, ob ein Labor im Rahmen des Kollektivs liegt.
Der Nutzen ist doppelt:
- Das Labor erkennt systematische Abweichungen, die intern verborgen bleiben.
- Auftraggeber und Akkreditierungsstellen erhalten einen unabhängigen Beleg für die Leistungsfähigkeit.
Die Anforderungen an Veranstalter beschreibt die Norm ISO/IEC 17043. Laboratorien nach ISO/IEC 17025 und medizinische Labore nach ISO 15189 müssen ihre Ergebnisse überwachen; die Teilnahme an Vergleichen, soweit verfügbar, gehört dazu. In der Labormedizin sind regelmäßige Ringversuche zudem in Deutschland durch Richtlinien vorgeschrieben.
Auffällige Ergebnisse lösen eine Ursachenanalyse und gegebenenfalls Maßnahmen aus. Verknüpft ist das Thema mit Messunsicherheit und Rückführbarkeit. Akkreditierte Anbieter sind über das Verzeichnis auffindbar; bei Laboren lohnt ein Blick auf die Prüflaboratorien.
Stand
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