Lexikon
Rückführbarkeit
Rückführbarkeit bedeutet, dass sich ein Messergebnis über eine ununterbrochene, dokumentierte Kette von Vergleichen auf ein anerkanntes Normal zurückführen lässt.
Stand: Oktober 2026
Jedes Glied der Kette ist eine Kalibrierung mit angegebener Messunsicherheit. Am Anfang stehen nationale oder internationale Normale, in Deutschland die der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), die das Internationale Einheitensystem SI umsetzt.
Beispielhaft verläuft eine Kette so: Die Werkstattwaage wird mit Prüfgewichten kalibriert, diese wurden in einem akkreditierten Labor mit höher genauen Gewichten verglichen, und dort wiederum greift man auf Referenznormale zurück, die von der PTB oder einem gleichwertigen Institut stammen.
Wichtig sind drei Punkte:
- Die Kette darf keine Lücke haben; jeder Schein muss auf den vorherigen verweisen.
- Mit jedem Glied wächst die Unsicherheit, sie darf nie kleiner werden.
- Der Nachweis gehört zur dokumentierten Information des Messmittelmanagements.
Ein Labor, das nach ISO/IEC 17025 akkreditiert ist, muss die Rückführbarkeit seiner Ergebnisse sicherstellen. Dadurch sind Messungen aus verschiedenen Ländern vergleichbar, was das Fundament des ILAC-MRA bildet. Bei Zweifeln hilft ein Ringvergleich, wie unter Eignungsprüfung beschrieben.
Stand
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